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Medizinische Exzellenz: Neuigkeiten in Diagnostik und Therapie

Unterzeichnung Kooperationsvertrag
Johannestift Diakonie

Neues Lungenzentrum wird zu einer der bedeutendsten Einrichtungen Europas

31.08.2026 ‒ Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Evangelische Lungenklinik haben zum 1. September 2026 das Deutsche Lungenzentrum Charité-ELK gegründet. Der standortübergreifende Verbund verbindet universitäre Forschung und Expertise der Charité mit der hochspezialisierten Lungenmedizin und Thoraxchirurgie der Evangelischen Lungenklinik. Wissenschaftliche Erkenntnisse, spezialisierte Behandlung und fachübergreifende Zusammenarbeit werden damit eng verzahnt. 

Das Zentrum bündelt unter anderem die Behandlung von Tumorerkrankungen im Brustkorb, Thoraxchirurgie, Intensiv- und Beatmungsmedizin, die Entwöhnung von künstlicher Beatmung, Frührehabilitation, Schlafmedizin und Palliativversorgung. Gemeinsame fachübergreifende Fallkonferenzen, standardisierte Behandlungspfade und abgestimmte Abläufe sollen Diagnostik und Therapie über die beteiligten Standorte hinweg besser koordinieren. Auch gemeinsame Studien und neue Therapieansätze sind vorgesehen. 

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Herstellung von Zellprodukten im Labor
Charité, Arne Sattler

CAR-T-Zelltherapie eröffnet neue Perspektive bei schwerer rheumatoider Arthritis

27.08.2026 ‒ Eine an der Charité – Universitätsmedizin Berlin durchgeführte Studie zeigt erstmals, dass eine CAR-T-Zelltherapie auch bei schwerer, therapieresistenter rheumatoider Arthritis wirksam sein kann. Die Immuntherapie wird bislang vor allem bei bestimmten Krebserkrankungen eingesetzt. Dafür werden körpereigene Abwehrzellen im Labor genetisch verändert, sodass sie gezielt fehlgeleitete B-Zellen erkennen und beseitigen können, die an der Autoimmunerkrankung beteiligt sind.

In der weltweit ersten klinischen Studie dieser Art erhielten sechs Patient:innen mit besonders schwerer rheumatoider Arthritis die Behandlung. Bei allen ging die Krankheitsaktivität deutlich zurück. Drei Teilnehmende konnten zum Studienende vollständig auf Medikamente gegen rheumatoide Arthritis verzichten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Therapie das krankhafte Immungedächtnis gezielt zurücksetzen könnte. Noch ist das Verfahren experimentell. Weitere Studien sollen klären, wie sicher und langfristig wirksam die Behandlung ist.

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DHZC Logo
visitBerlin – KI-generiert

Ausgezeichnete Qualität in einem der weltweit größten Herzklappenzentren

10.06.2026 ‒ Das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) in Berlin erhält erneut die bestmögliche Bewertung für sein TAVI-Programm in einem aktuellen Qualitätsvergleich der AOK, einer der größten gesetzlichen Krankenversicherungen Deutschlands. Die Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) wird vor allem bei einer schweren Verengung der Aortenklappe eingesetzt. Dabei wird eine neue Herzklappe meist über ein Blutgefäß in der Leiste zum Herzen geführt. Eine Öffnung des Brustkorbs ist nicht erforderlich, häufig kann auch auf eine Vollnarkose verzichtet werden. Dies kann die körperliche Belastung für Patient reduzieren und eine schnellere Erholung ermöglichen. Auch nationale Qualitätsdaten zeigen gute Behandlungsergebnisse des DHZC. 2025 wurden dort rund 1.300 TAVI-Eingriffe durchgeführt; insgesamt verfügt das Zentrum über Erfahrung aus mehr als 14.000 Behandlungen und ist damit eins der weltweit größten TAVI-Zentren.

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Das Deutsche Herzzentrum Charité (DHZC)
visitBerlin – KI-generiert

Initiative Frauenherzen - Geschlechterspezifische Herzmedizin

19.05.2026 ‒ Das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) startet „Klartext Frauenherzen“. Die Initiative erklärt geschlechtsspezifische Unterschiede in der Kardiologie und macht interdisziplinäre Versorgung für Patientinnen sichtbarer. Die Herz-Kreislauf-Versorgung sollte die besonderen Risiken, Symptome und Lebensphasen von Frauen berücksichtigen.
Herzkrankheiten sind die häufigste Todesursache bei Frauen, dennoch orientieren sich Diagnostik und Therapie häufig noch an männlichen Standards. Das kann dazu führen, dass Erkrankungen später erkannt werden. Auch die Symptome sind teilweise andere als bei Männern. Schwangerschaftskomplikationen, Menopause und bestimmte Krebstherapien können die Herzgesundheit zusätzlich beeinflussen.
Die interdisziplinäre Versorgung am DHZC hilft, Risiken früher zu erkennen und langfristig vorzubeugen. Die Spezialist:innen betreuen unter anderem Risikoschwangerschaften, Schwangerschaftskomplikationen und die kardiologische Nachsorge nach einer Krebstherapie. 

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Evangelisches Spandauer Waldkrankenhaus
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Erste roboterassistierte Hüft-OP mit ROSA

25.03.2026 ‒ Ein neuer Meilenstein in der Hüftchirurgie wurde am Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau erreicht: Erstmals in Deutschland und Österreich wurde eine Hüftprothese mithilfe des ROSA (Robotic Surgical Assistant)-Systems eingesetzt. Das System unterstützt die Chirurgen bei der präzisen Planung und Positionierung des Implantats. Auf Basis medizinischer Bilddaten entsteht ein dreidimensionales Modell des Gelenks, während der Operation liefert ROSA zusätzliche Echtzeitinformationen.
Für Patienten kann dies mehrere Vorteile bieten: Gesundes Gewebe kann besser geschont, postoperative Schmerzen können reduziert, eine frühere Mobilisation und schnellere Rehabilitation unterstützt und die Dauer des Krankenhausaufenthalts verkürzt werden.
Das Krankenhaus verfügt bereits über umfangreiche Erfahrung mit ROSA. Seit fast sechs Jahren wird das System dort bei Knieoperationen eingesetzt, mehr als 4.000 Eingriffe wurden bereits durchgeführt. Damit zählt das Team zu den erfahrensten ROSA-Teams in Europa. Der Einsatz bei Hüftoperationen erweitert nun das Spektrum der robotisch unterstützten Orthopädie und schafft zusätzliche moderne Behandlungsmöglichkeiten für Patienten in Berlin.

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Charité-Gehirnorganoid
HHU Stephanie Le, AG Prigione

Charité erforscht neuen Therapieansatz beim Leigh-Syndrom

11.03.2026 – Ein Forschungsteam unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat einen möglichen neuen Therapieansatz für das seltene Leigh-Syndrom identifiziert. Die angeborene Stoffwechselerkrankung beeinträchtigt die Energieversorgung von Gehirn und Muskeln und kann bereits im Kindesalter zu Krampfanfällen, Muskelschwäche und Entwicklungsstörungen führen. In einer Pilotstudie mit sechs Patient:innen verbesserte Sildenafil – ein Wirkstoff, der unter anderem als Viagra bekannt ist – insbesondere die Muskelkraft; teilweise gingen auch neurologische Beschwerden und Stoffwechselkrisen zurück.
Ausgangspunkt war ein Screening von mehr als 5.500 bereits bekannten Wirkstoffen an aus Patientenzellen entwickelten Nervenzellen und Hirnorganoiden. Die ersten Ergebnisse müssen nun in einer größeren, europaweiten, placebokontrollierten Studie bestätigt werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat Sildenafil bereits den Orphan-Drug-Status für Leigh-Syndrom erteilt. Die Berliner Forschung zeigt, wie bestehende Medikamente gezielt für seltene Erkrankungen neu geprüft werden können.

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Panorama von Berlin mit Reichstag and Charité
visitBerlin, photo: Stephan Zirwes

Charité Berlin zählt zu den besten Krankenhäusern weltweit

25.02.2026 ‒ Das US-Magazin Newsweek hat gemeinsam mit dem globalen Daten- und Marktforschungsunternehmen Statista das aktuelle Ranking „World’s Best Hospitals 2026“ veröffentlicht. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin zählt erneut zu den führenden Kliniken weltweit: Das forschungsbasierte Universitätsklinikum in Berlin belegt Platz 8 weltweit, Platz 2 in Europa und Platz 1 in Deutschland. 
Für das Ranking wurden mehr als 2.500 Krankenhäuser weltweit bewertet. Grundlage sind unter anderem Empfehlungen von medizinischen Expert:innen, Patientenerfahrungen sowie Qualitätskennzahlen zu Behandlungsqualität und Hygienestandards.

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Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC)
visitBerlin – KI-generiert

Charité und DHZC bündeln medizinische KI in neuem Institut

13.11.2025 – Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) haben das Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (IKIM) gegründet. Ziel ist es, KI-Anwendungen systematisch aus der Forschung in den klinischen Alltag zu überführen und ihren Nutzen sowie ihre Sicherheit durch Studien zu belegen. Geleitet wird das Institut von Prof. Alexander Meyer, der zugleich die neu geschaffene Professur für Künstliche Intelligenz in der Medizin übernimmt.
Das IKIM entwickelt unter anderem KI-Systeme für Patientenversorgung, Klinikmanagement und Forschung und untersucht Verfahren, deren Entscheidungen für Ärzt:innen nachvollziehbar sind. Datenwissenschaftler:innen sollen dabei direkt mit klinischen Teams zusammenarbeiten. Eine wichtige Rolle spielen die Kooperation mit dem Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD) an der TU Berlin sowie die digitale Modellklinik, die derzeit am DHZC entsteht. Damit schafft Berlin neue Strukturen, um medizinische KI unter realen Versorgungsbedingungen zu prüfen und verantwortungsvoll einzusetzen.

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Helios
visitBerlin – KI-generiert

Neue Robotik ermöglicht präzisere Lungenkrebsdiagnostik

16.10.2025 ‒ Am Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin wird ein neues roboterassistiertes Verfahren zur Abklärung verdächtiger Lungenveränderungen eingesetzt. Das Ion-System unterstützt Ärzt:innen bei der Lungenspiegelung und ermöglicht es, auch sehr kleine oder tief im Lungengewebe liegende Rundherde gezielt zu erreichen und Gewebeproben zu entnehmen. Dadurch können auffällige Befunde genauer untersucht werden, die mit bisherigen endoskopischen Verfahren schwer zugänglich waren. Nach Angaben von Helios ist das Komplikationsrisiko geringer als bei bisherigen Verfahren; zudem können mehrere verdächtige Stellen in einer Sitzung untersucht werden. Bestätigt sich der Verdacht auf Lungenkrebs, wird die weitere Behandlung im interdisziplinären Tumorboard individuell festgelegt. 
Die präzisere Diagnostik kann dazu beitragen, früher Klarheit zu schaffen und eine geeignete Therapie schneller einzuleiten. Mit dem Einsatz am zertifizierten Lungenkrebszentrum der Lungenklinik Heckeshorn am Helios Klinikum Emil von Behring erweitert Berlin sein spezialisiertes Angebot in der modernen Lungenmedizin.

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Prof. Steven Warmann im OP
S. Warmann

Neue Operationsmethode für Kinder mit Hyperinsulinismus

09.10.2025 ‒ An der Charité – Universitätsmedizin Berlin kommt bei Kindern mit fokalem angeborenem Hyperinsulinismus eine neue Diagnose- und Operationsmethode zum Einsatz. Bei dieser seltenen genetischen Stoffwechselstörung produziert die Bauchspeicheldrüse zu viel Insulin, wodurch lebensbedrohliche Unterzuckerungen entstehen können. Entscheidend ist, die betroffenen, oft nur wenige Millimeter großen Gewebebereiche präzise zu finden und vollständig zu entfernen.

Das interdisziplinäre Charité-Team aus Kinderchirurgie, pädiatrischer Endokrinologie und Nuklearmedizin nutzt dafür eine neue radioaktiv markierte Substanz, einen sogenannten Tracer. Dieser kann im Gegensatz zu bisher eingesetzten Tracern nicht nur bei der Bildgebung, sondern auch während der Operation eingesetzt werden. Mit einer Sonde lässt sich das erkrankte Gewebe direkt im OP lokalisieren. Studien zufolge kann dies die Eingriffe vereinfachen, verkürzen und Komplikationen reduzieren. Zugleich soll möglichst wenig gesundes Bauchspeicheldrüsengewebe entfernt werden, um das spätere Diabetesrisiko zu begrenzen. Die Methode wird bislang weltweit nur an der Charité routinemäßig eingesetzt.

 

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Neue Herzklappe
DHZC Kai Abresch Fotografie

Neue Herzklappe aus Berlin soll Folgeoperationen vermeiden

19.06.2025 – Am Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) wurde erstmals eine neuartige Pulmonalklappenprothese aus körpereigenem Gewebe implantiert. Dafür wird Gewebe aus dem Herzbeutel entnommen, zu Klappensegeln geformt und per Katheter in das Herz eingesetzt – ohne Operation am offenen Herzen. Da das Gewebe vom Immunsystem nicht als fremd erkannt wird, soll die Klappe langlebiger sein als bisherige Prothesen aus tierischem Material. 
Besonders relevant ist die Entwicklung für Kinder mit angeborenen Herzfehlern: Ein künftig vorgesehener, sich auflösender Stent soll die Voraussetzung schaffen, dass sich die Klappe dem Körperwachstum anpassen kann und dadurch weniger Folgeoperationen nötig werden. Die Technologie wird in einer Studie zunächst bei sieben jungen Erwachsenen auf ihre Sicherheit geprüft. Entwickelt wurde sie unter Leitung von Prof. Felix Berger mit einem Team um PD Dr. Boris Schmitt am DHZC und in das Berliner Start-up GrOwnValve überführt. Das Projekt verbindet Kinderkardiologie, klinische Forschung und Medizintechnik aus Berlin. 

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Onkostatin-M
Charité Ahmed Hegazy

Neuer Therapieansatz bei chronischen Darmentzündungen

30.05.2025 ‒  Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben einen möglichen neuen Therapieansatz für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa identifiziert. Diese Erkrankungen treten häufig bereits bei jungen Menschen auf und führen oft zu erheblichen Beeinträchtigungen. 

Im Zentrum der Studie steht das Zusammenspiel der Immunbotenstoffe Interleukin-22 und Onkostatin M. Dabei wurde entdeckt, wie diese Botenstoffe Entzündungen verstärken, indem sie die Immunreaktion im Darm übermäßig stimulieren, und damit auch die Entstehung von Darmkrebs fördern können. 

Die Blockierung der Bindungsstellen für Onkostatin M schwächte in Modellen sowohl die Entzündungen und als auch die damit verbundene Krebsentwicklung deutlich ab. Langfristig könnte daraus eine gezieltere Behandlung insbesondere für Patient:innen mit schweren Verläufen entstehen. Eine klinische Studie dazu ist bereits angelaufen. Maßgeblich beteiligt sind u.a. Teams der Charité um Prof. Ahmed Hegazy und Prof. Britta Siegmund sowie das Deutsche Rheuma-Forschungszentrum Berlin.

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Mpox Viruspartikel
National Institute of Allergy and Infectious Deseases (NIAID)

Neue Daten zur Wirksamkeit der Mpox-Impfung

19.03.2025 ‒ Eine Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin liefert neue Daten zur Wirksamkeit der Impfung gegen Mpox mit dem Impfstoff Imvanex, die insbesondere für Menschen mit HIV relevant ist. 

Bei mehr als 9.300 Teilnehmenden zeigte eine einzelne Impfdosis bei Personen ohne HIV kurzfristig eine Schutzwirkung von 84 Prozent. Bei Menschen mit HIV ließ sich nach nur einer Dosis dagegen kein ausreichender Schutz nachweisen. Es wird daher empfohlen, dass Risikogruppen – insbesondere Menschen mit HIV – die Grundimmunisierung mit zwei Dosen erhalten sollten. Der Impfstoff wurde von der Mehrheit der Teilnehmenden gut vertragen. Personen, die sich trotz Impfung infizierten, zeigten außerdem mildere Symptome und erholten sich schneller. Wie lange der Impfschutz anhält und ob eine dritte Impfdosis sinnvoll sein könnte, soll in zukünftigen Studien untersucht werden.

Die Studie wurde von Teams um Prof. Leif Erik Sander und Prof. Florian Kurth an der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin der Charité durchgeführt und vom Berlin Institute of Health der Charité sowie der Europäischen Arzneimittelagentur gefördert. 

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visitBerlin -

Bahnbrechender Erfolg bei der Behandlung von Brustkrebs

30.01.2025 ‒ Ein bedeutender Fortschritt in der Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs wurde unter Beteiligung des Helios Klinikums Berlin-Buch erzielt. Langzeitdaten der internationalen KATHERINE-Studie zeigen, dass das Medikament T-DM1 (Trastuzumab-Emtansin) die Überlebenschancen von Patientinnen mit dieser besonders aggressiven Brustkrebsform verbessern und das Risiko eines Rückfalls deutlich senken kann. 

Die Therapie richtet sich insbesondere an Patientinnen, bei denen nach einer Behandlung mit Chemotherapie und Antikörpern vor der Operation noch Krebsgewebe in der Brust oder in den Lymphknoten nachweisbar ist. In der Studie wurden entsprechende Patientinnen ergänzend mit dem Medikament T-DM1, einem sogenannten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, behandelt. Sieben Jahre nach Studienbeginn waren 89 % dieser Patientinnen am Leben. Das Risiko einer Metastasierung ging ebenso zurück. An der bedeutsamen Studie war Prof. Dr. Michael Untch, Chefarzt am Helios Klinikum Berlin-Buch und Leiter des dortigen Brustzentrums, beteiligt.

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Adaptive Strahlentherapie mit dem Ethos-Gerät
CFM Charité Michael Kleber

Adaptive Strahlentherapie ermöglicht präzisere Behandlung

24.04.2024 – Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ihre Strahlentherapie um ein KI-gestütztes Verfahren erweitert, das die Bestrahlung täglich an die aktuelle Anatomie der Patient:in anpassen kann. Mit dem High-Tech-Gerät „Ethos“ werden mithilfe einer integrierten Computertomographie Lage und Größe des Tumors und benachbarter Organe direkt vor der Bestrahlung ermittelt. Daraufhin wird die optimale Verteilung der Strahlendosis bestimmt und von medizinischen Fachkräften geprüft.
Der Tumor kann somit gezielter bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe besser geschont werden. Das kann insbesondere bei Tumoren wichtig sein, deren Position sich durch Bewegungen von Darm, Magen oder Blase verändert. Die Charité setzt die adaptive Strahlentherapie zunächst bei Prostatakrebs ein; weitere Tumorarten sollen folgen. Begleitende Studien untersuchen, welche Patient:innen besonders von dem Verfahren profitieren. Mit der neuen Technologie erweitert Berlin sein Angebot an personalisierten, hochpräzisen Krebstherapien.

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Roboterassistierte Chirurgie und Knie-Operation bei Helios, Berlin
Helios, photo: Thomas Oberländer

Roboterassistierte Knie-Operationen im Helios Klinikum Berlin-Buch

15.10.2021 – Seit 2021 kommt im Helios Klinikum Berlin-Buch der ROSA® Knee Roboter (Robotic Surgical Assistant) bei roboterassistierten Knieoperationen zum Einsatz. Das halbaktive System unterstützt insbesondere beim Einsatz einer Knie-Endoprothese und ermöglicht eine präzise Durchführung von Kniegelenkersatz-Operationen. Unter Leitung von Prof. Dr. med. Daniel Kendoff zählt die Klinik zu den spezialisierten Zentren in Deutschland für die robotergestützte Kniechirurgie. Der ROSA® Roboter liefert dem Operateur auf Basis präoperativer Bildgebung und intraoperativer Daten eine individuelle Navigation in Echtzeit. Die Instrumente werden weiterhin manuell geführt. Ziel ist eine millimetergenaue Ausrichtung der Knieprothese, um Fehlstellungen, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen oder verfrühten Prothesenverschleiß zu vermeiden. Die Technologie verbessert so die Langzeitstabilität und Funktion des künstlichen Kniegelenks.

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Haupteingang Helios Berlin Buch
Thomas Oberländer | Helios Kliniken

Intraoperative Elektronenstrahltherapie (IOERT)

14.09.2018 – Nur wenige Krankenhäuser in Deutschland nutzen die innovative Intraoperative Elektronenstrahltherapie (IOERT) zur Behandlung von Brustkrebs. Im Helios Klinikum Berlin-Buch wird die Elektronenstrahlung während der Operation direkt auf den Resttumor appliziert, eine Behandlung, die sich als hochwirksam erweist. Eine Minute Elektronenbestrahlung kann den Patienten eine wochenlange herkömmliche externe Strahlentherapie ersparen.

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Charité – Campus Virchow-Klinikum
Charité – Universitätsmedizin Berlin

Behandlung von genetisch bedingter Adipositas

08.05.2018 – In einer im Mai 2018 veröffentlichten Studie haben Forscher des Instituts für Experimentelle Pädiatrische Endokrinologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin erfolgreich Patienten behandelt, deren Adipositas auf einen Gendefekt zurückzuführen ist: Die Forschung am größten Universitätsklinikum Europas in Zusammenarbeit mit der Klinischen Forschergruppe am Berliner Institut für Gesundheit (BIH) könnte zur Entwicklung eines neuen Medikaments führen und in Zukunft Patienten mit genetischer Adipositas helfen.

 

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Außenansicht DHZB Deutsches Herzzentrum Berlin
Kai Abresch Fotografie

Babyherz ohne Fremdblut erfolgreich operiert

03.01.2018 – Mit nur 11 Tagen gehört die kleine Lotte zu den jüngsten Patientinnen, bei der eine komplexe Herzoperation ohne Einsatz von Fremdblut gelungen ist. Im Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) wurde dabei eine eigens für Neugeborene entwickelte Herz-Lungen-Maschine eingesetzt. Schon seit vielen Jahren arbeiten die Chirurgen und Kinderkardiologen des DHZB an Systemen, die ohne Spenderblut auskommen. So kann das Risiko einer Infektion oder von Unverträglichkeitsreaktionen minimiert werden und die Patienten erholen sich schneller. Derzeit ist das DHZB das einzige Herzzentrum weltweit, das diese Systeme routinemäßig einsetzt. 

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Biobank
Foto: Berlin Institute of Health

Neue Biobank bietet umfangreiche Infrastruktur für exzellente Forschung

01.12.2016 –  Seit Dezember 2016 verfügt Berlin über eine hochmoderne Biobank. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) verfügen damit über eine deutschlandweit einzigartige Infrastruktur. Bis zu zwei Millionen Laborproben von Patienten können zukünftig in dem neu errichteten Gebäude auf dem Campus Virchow-Klinikum gelagert und für Forschungsvorhaben zur Verfügung gestellt werden. In der Biobank wird das biologische Material zusammen mit den korrespondierenden Behandlungsdaten gesammelt, verschlüsselt und gelagert. Anhand der Sammlung lassen sich zukünftig Krankheitsverläufe und -ursachen besser studieren und neue personalisierte Therapien können entwickelt werden.

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Eingang zum Campus Charite Mitte
Charité – Universitätsmedizin Berlin

Berliner Wissenschaftspreis 2016 geht an Professor der Charité

10.11.2016 – Der Neurowissenschaftler und Schlaganfallexperte Prof. Dr. Ulrich Dirnagl hat den Wissenschaftspreis 2016 der Stadt Berlin erhalten. Mit der Auszeichnung werden seine zahlreichen Forschungsbeiträge auf dem Gebiet der Schlaganfallforschung, des zerebralen Blutflusses und der Bildgebung des Gehirns gewürdigt. Der international renommierte Wissenschaftler ist Leiter der Experimentellen Neurologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Direktor des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 40.000 Euro dotiert. 

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