In Deutschland arbeiten ca. 1,2 Millionen Menschen im Beruf des Pflegers oder der Pflegerin. In Berlin kümmern sich rund 42.000 Gesundheits- und Krankenpfleger in den Krankenhäusern um die Versorgung und Pflege der Patienten sowie um kranke und ältere Menschen in ambulanten Pflegeeinrichtungen. Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ist gesetzlich geregelt und dauert drei Jahre, sie schließt mit einer Prüfung ab. Nachfolgend können sich Pflegekräfte weiter qualifizieren und sich z.B. auf den Bereich des Operationsdienstes und der Intensivmedizin spezialisieren. Pflegekräfte verfügen über solides medizinisches Wissen und meist über umfangreiche berufliche Erfahrung im Umgang mit dem Patienten. Qualitätsorientierte Kliniken legen großen Wert auf die Weiterqualifizierung ihres Pflegepersonals. Sie sorgen für permanente Schulungen und Rezertifizierungen bereits erreichter Kompetenzen, z.B. im Bereich der Wundversorgung oder der Hygiene.
Patienten in Kliniken können sich mit jedem Anliegen, sei es medizinisch, menschlich oder sozial, an eine betreuende Pflegekraft wenden. Viele Berliner Kliniken bieten mehrsprachige Betreuung durch internationale Pflegekräfte, die den Patienten in seiner Muttersprache betreuen können. Wenn dies nicht möglich ist, kann häufig ein Dolmetscher zur Verfügung gestellt werden.
Wer nach einem Krankenhausaufenthalt wieder vollständig genesen möchte, benötigt oftmals weitergehende medizinische Unterstützung. Möglicherweise ist ein Patient nach einem orthopädischen Eingriff bereits selbständig in der Lage den Alltag zu meistern, benötigt jedoch noch Übungen oder Behandlungen zur Unterstützung der Genesung. In solchen Fällen können Patienten das Angebot ambulanter Physiotherapeuten in Berlin in Anspruch nehmen. Mit einer Überweisung des behandelnden Arztes vereinbart der Patient möglichst in der Nähe seines Hotels oder Apartments und nach Prüfung des Therapieangebots Termine mit einer Physiotherapie-Praxis. Gemeinsam mit dem Patienten legen die Therapeuten individuelle Behandlungspläne fest. Sie definieren über einen bestimmten Zeitraum notwendige Behandlungseinheiten.
Ein breites Netz des Fachhandels für Gesundheitsprodukte und Arzneien ist für Deutschland wie auch für Berlin typisch. Es gibt über 900 Apotheken in der Stadt. Sie haben den gesetzlichen Auftrag, die Versorgung mit Arzneimitteln sicherzustellen. Außerdem erfüllen Apotheken einen Nacht- und Notdienst und fertigen individuelle Rezepturen an. In Apotheken erhalten Sie das gesamte Spektrum freiverkäuflicher wie auch verschreibungspflichtiger Arzneien sowie eine umfassende fachliche Beratung zur Einnahme oder Anwendung. Die Verschreibungspflicht ist in Deutschland weitreichender geregelt als z.B. in den USA oder in vielen anderen Ländern der Welt. Es kann also sein, dass Ihnen ein Medikament, das Sie als freiverkäuflich kennen, hier ein Arzt verschreiben muss. Einen ebenso wichtigen Service bieten die über 250 Sanitätshäuser der Stadt. Hier bekommt der Patient auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung medizinische Hilfsmittel, wie z.B. orthopädische Einlagen, maßgefertigte Schuhe oder Gehhilfen. Das geschulte Fachpersonal berät ebenso im Bereich der Diabetiker- oder Sportversorgung oder bei Rollstuhlbedarf.